StartDas Gebäude › Heizung und Wärmedämmung

Pullover fürs Heinrichstift

Das Gebäude wurde vornehmlich in  zweischaligem Mauerwerk ausgeführt.  Schon 1899 war dies zum Zwecke der Wärmedämmung gemacht worden. 115 Jahre später denkt man noch energiebewusster.

Die Zwischen- oder Kerndämmung wird seit einigen Jahren eingesetzt und verbessert erheblich die Wärmedämmung in den Außenwänden. Der Hohlraum zwischen den beiden Mauern, beim Heinrichstift  sind das rund 10 cm, wurde mit vollvolumigem Faserdämmstoff mit eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/mK befüllt.

Bei der Altbausanierung wird oft das Einblasverfahren eingesetzt – denn hier bleibt die Wetterschale erhalten. Die vorhandene Luftschicht zwischen Außen- und Innenmauerwerk wird komplett mit Dämmstoff verfüllt.

Es wurden dazu in den Innenwänden Löcher gebohrt und mit einer Einblasmaschine die Hohlräume gefüllt.

Die Kerndämmung bewirkt, dass sich die Oberflächentemperaturen der Außenwände raumseitig erhöhen. Die gesamte Innenschale der Außenwand erwärmt sich – sie wird zu einem Wärmespeicher, der die gespeicherte Wärme in der Nacht an die Räume wieder abgibt. Räume kühlen weniger stark aus, die Raumtemperaturen schwanken weniger stark. Die Wohnbehaglichkeit steigt, die Heizkosten sinken. Nachdem die Innenschale und die Außenschale in Ziegel gemauert ist, kommt auch noch die Speicherwirkung vom Ziegel zu Gute.

 

Die Heizung und Wärmedämmung

Das Gebäude besitzt ein doppelschaliges Mauerwerk. Das ergibt eine für Gebäude von diesem Alter eine gute Wärmedämmung. Energiesparfenster helfen ebenfalls die Räume zu dämmen. In den meisten Wohnungen gibt es elektrische Rollläden. Das Dach bekommt eine moderne Zwischensparrendämmung. Beheizt wird das Gebäude mit Wärmepumpen größtenteils über Fußbodenheizung. Mit einem Gas-Brennwertkessel wird die restliche Wärmemenge erzeugt . Der Gas- Brennwertkessel nützt außer dem Heizwert des Brennstoffes auch die Kondensationswärme des Wasserdampfes aus, der bei der Verbrennung von Gas entsteht. Das hat den Vorteil dass die Abgasverluste minimiert werden, die Wärmeverluste gering sind und einen hohen Wirkungsgrad haben.

 

Als Unterstützung ist eine Solarthermie Anlage und ein Feststoffkessel in dem das Restholz aus dem Garten verbrannt werden kann geplant. Auf dem Nachbargrundstück ist auser der Thermosolaranlage auch noch ein Kleinwindrad und eine Photovoltaikanalge geplant. Mit dem Strom von dem Windrad und der Photovoltaikanlage soll Strom für dei Wärmepunpe und die Wohnungen erzeugt werden. Solange Sonne schein oder der Windgenerator Strom liefert produziert die Wärmepumpe Wärme auf Vorrat und wird dann in der sonnenlosen Zeit verheizt.

 

Somit kann in dem Gebäude mit moderaten Heizkosten gerechnet werden.

 

Die einzelnen Wohnungen besitzen eine dezentrale Warmwasserversorgung. Sie werden nur mit Heizwärme versorgt. In der Wohnung wird durch einen physikalischen Wärmetauscher dann das eigene Warmwasser erzeugt. Die Warmwassererzeugung erfolgt energieeffizient mittels Durchlauferhitzer, der direkt an der jeweiligen Zapfstelle installiert wird. Große Wassermengen werden nicht mehr zentral auf 65 °C vorgeheizt, sondern die Durchlauferhitzer erwärmen direkt beim Durchströmen nur so viel Wasser wie tatsächlich an der jeweiligen Zapfstelle benötigt wird. Es gibt dann einen Wärmedurchflussmesser der nur die abgenommene Wärmemenge der Wohnung misst. Die abgenommene Wassermenge wird ebenfalls in der Wohnung gemessen. Es ist an Funkmessgeräte gedacht, damit die Wohnungen im Ablesefall nicht mehr betreten werden müssen.

 

Das Problem mit der Trinkwasserverordnung nach DIN 1988-200 in Bezug auf Legionellen ergibt sich bei dieser Lösung nicht mehr. Die Leitungswege sind sehr kurz. Auch ein Wärmeverlust durch den Transport des warmen Wassers in die Wohnung entfällt.

 

 

Gasbrennwertkessel Grafik von Junkers
Gasbrennwertkessel Grafik von Junkers
Wohnungsstation von TacoTherm Fresh 15
Wohnungsstation von TacoTherm Fresh 15

Moderne Technik zur Heizungssteuerung

Um die Anbindung der regenerativen Energien vom Solarfeld zu steuern wird eine Entwicklung der Fa. Gas-und-Wasser GmbH aus Stuttgart eingesetzt. In der Ausgabe 11/2015 wurde über die technische Einbindung im Heinrichstift berichtet.

Download vom gesamten Artikel

Matrix themes

Close